ESTRICHARTEN · VERARBEITUNG
Welcher Estrich für
welches Bauvorhaben?
Estriche bilden eine perfekte ebene Grundlage und gleichen unterschiedliche Höhen aus. Aber nicht jeder Estrich passt zu jedem Vorhaben. Hier ein ehrlicher Überblick.
BINDEMITTEL
Zementestrich (CT)
Aus Wasser, Sand und Zement — der gängigste Estrich. Hohe Festigkeit, feuchtigkeitsunempfindlich, drinnen wie draußen einsetzbar.
Belegreife: ca. 20–30 Tage.
BINDEMITTEL
Calciumsulfatestrich (CA / Anhydrit)
Aus Gesteinskörnung, Wasser und Anhydrit. Ausgezeichnete Wärmeleitfähigkeit — ideal für Fußbodenheizung. Feuchtigkeitsempfindlich, nicht für Bäder.
Belegreife: ca. 7–14 Tage als Fließestrich.
BINDEMITTEL
Kunstharzestrich (SR / Epoxidharz)
Kunstharzmörtel + Bindemittel, oft Epoxidharz. Ohne Wasserzugabe — chemische Aushärtung. Auch als Schnellestrich bekannt.
Belegreife: 1–3 Tage. Industrie, Werkstatt, Lebensmittel.
VERLEGEART
Verbundestrich
Wird direkt auf den Rohboden verlegt — hohe Druckfestigkeit, geringe Aufbauhöhe. Geeignet für hochbelastete Gewerbe- und Industrieflächen.
VERLEGEART
Estrich auf Trennschicht
Mit PE-Folie oder Bitumenpapier vom Untergrund getrennt. Verhindert Risse durch Bewegung des Untergrunds.
VERLEGEART
Schwimmender Estrich (auf Dämmschicht)
Komplette Entkopplung über Dämmschicht — die häufigste Variante im Wohnbau. Erfüllt auch besondere Anforderungen an den Trittschallschutz.
VERLEGEART
Heizestrich
Spezifisch ausgelegter Estrich, der eine Fußbodenheizung umschließt. Bei uns abgestimmt mit Ihrem Heizungsbauer, mit Aufheizprotokoll.
VERFAHREN
Fließestrich
Selbstnivellierend. Große, fugenarme Flächen in kurzer Zeit. Häufigste Form bei Calciumsulfatestrich.
VERFAHREN
Trockenestrich
Fertigteileplatten — ohne Trocknungszeit. Bei Sanierungen sinnvoll, wenn das Gebäude bewohnt bleibt.